06.03.2019 / Wind, Solar, Unternehmen, Presse

juwi und Bergbaukonzern Orion Minerals prüfen Versorgung einer Zink- und Kupfermine in Südafrika mit erneuerbaren Energien

Unternehmen schließen Kooperationsvertag / Machbarkeitsstudie soll Einbindung eines Hybridkraftwerks aus Wind- und Solarpark klären / Ergebnisse fließen in Stromversorgungsstrategie zur Wiederinbetriebnahme des Bergwerks ein

In rund 20 Kilometer Entfernung zum Bergwerk könnte das 35 Megawatt starke Hybridkraftwerk entstehen.

juwi Renewable Energies (Pty), das in Kapstadt ansässige Tochterunternehmen des weltweit aktiven Projektentwicklers für Erneuerbare Energien juwi, und Repli Trading No 27 (Pty), eine Tochtergesellschaft des australischen Bergbaukonzerns Orion Minerals Limited, wollen gemeinsam klären, ob die Versorgung einer Zink- und Kupfermine nahe der südafrikanischen Stadt Prieska mit Strom aus erneuerbaren Energien möglich ist. Beide Unternehmen unterzeichneten hierzu vergangene Woche eine Kooperationsvereinbarung. Konkret wollen die Unternehmen klären, ob ein 35 Megawatt starkes Hybridkraftwerk, bestehend aus Wind- und Solarpark, in die Stromversorgung der Mine integriert werden kann. Das Bergwerk ist seit 1991 stillgelegt. Orion Minerals prüft derzeit die Wiederaufnahme des Betriebs an diesem mittig zwischen Kapstadt und Johannesburg gelegenen Standort.

„Wir freuen uns, dass wir die Gelegenheit haben mit Orion Minerals zusammenzuarbeiten und mit unserer Expertise aufzeigen können, welche enormes Potenzial Wind- und Sonnenenergie für den Bergbau besitzt. Nicht nur für netzgekoppelte, sondern insbesondere auch für netzferne Industrien speziell aus der Rohstoffbranche sind Hybridsysteme die ideale Lösung, um auf kostengünstige emissionsfreie Energien umzusteigen“, sagt Greg Austin, Geschäftsführer von juwi Südafrika, bei der Vertragsunterzeichnung.

Errol Smart, Geschäftsführer und CEO von Orion Minerals, ergänzt: „Die Vereinbarung stützt unserer Strategie, unsere geografischen Vorteile bestmöglich zu nutzen. Die Region rund um Prieska hat die höchsten solaren Einstrahlungswerte im Land und ist auch für Windparks sehr günstig gelegen. Zudem ist sie ein etablierter Standort für die Erzeugung von erneuerbarer Energie. 190 Megawatt Solarkraftwerke sind bereits in Betrieb und 240 Megawatt Windkraft befinden sich neben unserem Minenstandort im Bau. Das kann die Sicherheit der Stromversorgung unseres Bergwerks nur verbessern und gleichzeitig die Belastung des nationalen Stromnetzes verringern. Darüber hinaus verbessert das Vorhaben unsere CO2- und Wasserbilanz.“ 

Mit juwi hat sich Orion Minerals einen ausgewiesen Experten für die Versorgung von Minen mit Wind- und Solarenergie ins Boot geholt. Mit dem preisgekrönten Solar-Hybridprojekt Degrussa / Sandfire hat das Unternehmen einen weltweiten Standard für die erfolgreiche Integration von erneuerbaren Energien in eine bestehende Kraftwerksinfrastruktur gesetzt. Das Hybridkraftwerk samt Batteriespeicher liefert seit 2016 zuverlässig saubere Energie für die Gold- und Kupfermine im australischen Outback. Zusätzlich vermeidet es den Verbrauch von mehreren Millionen Litern Dieselkraftstoff. Das Projekt wurde vom Energy and Mines Magazine auf dem Weltkongress in Toronto Ende 2016 zum Projekt des Jahres gewählt.

Auch in Südafrika ist juwi kein Unbekannter: Bis heute hat die juwi-Tochter „juwi Renewable Energies (Pty)“ fünf Solarparks im Kraftwerksmaßstab mit einer Gesamtleistung von 121 Megawatt in Betrieb genommen und den 138 Megawatt starken Windpark Garop entwickelt, der in Kürze realisiert wird. Ebenfalls im Bau befinden sich drei Solargroßprojekte mit einer Leistung von insgesamt 250 Megawatt, die juwi aktuell im Auftrag der künftigen Eigentümer errichtet.


Back to list

More topics

Wind Solar Unternehmen Presse

Ansprechpartner

Felix Wächter, Pressesprecher der juwi-Gruppe

Felix Wächter
Pressesprecher

Call now
E-Mail